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Visionsarbeit zur Unterstützung der Entlassperspektive forensischer Patient*innen und Klient*innen

Kurs 71/20

Das Erarbeiten tragfähiger Entlassperspektiven ist ein berufsgruppenübergreifender Behandlungsauftrag, den sich forensische Stationen und Nachsorge sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe teilen. Nicht selten stockt dieser Prozess aufgrund fehlender oder unrealistischer Zielvorstellungen von Patient*innen und Klient*innen. Als Folge können Gefühle von Kränkung und Perspektivlosigkeit und der Eindruck von mangelnder Kooperationsbereitschaft entstehen.

Diesem Phänomen widmet sich die Methode der Visionsarbeit. Sie greift hierzu die Ideen und Impulse von Patient*innen und Klient*innen auf und unterstützt den Prozess der Klärung und Umsetzung als personenzentriertes Verfahren. Als Gruppenangebot folgt die Visionsarbeit. einem strukturierten Ablauf, das neben der Visionsfindung auch die konkrete Zielbildung, Meilensteinplanung und den Umsetzungsprozess unterstützt und begleitet. Damit ergeben sich positive Impulse sowohl auf der Ebene der direkten Zusammenarbeit zwischen Patient*innen und Mitarbeitenden als auch auf organisationaler Ebene für die Gestaltung der Schnittstellen zwischen Station, Nachsorge und Wohnheimen.

Dieser Ansatz liefert kein fertiges Konzept, sondern gibt Anregungen zum Transfer auf das eigene forensische Arbeiten. Hierzu werden die Methode als Anwendung auf berufliche Hilfen vorgestellt und im Seminar gemeinsam Transfermöglichkeiten auf das forensische Anwendungsfeld in einem Werkstattteil erarbeitet.

Methoden

Theorieinput, Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch, Diskussion, Übungen

Zielgruppe

Beschäftigte aller Berufsgruppen, die neue Zugänge in der Arbeit mit Maßregelvollzugspatient*innen kennenlernen und ausprobieren möchten
(Typ B, s. Hinweise: Platzkontingente)

Referent

Ralf Seidl, langjährige Tätigkeit als Vermittlungscoach in der beruflichen Rehabilitation

Leitung

Holger Kemmer

Termine

26.10.–27.10.20

Ort

Solingen

Kosten

Kursgebühr € 150,–

Anmeldeschluss

28.08.20

Hinweis

Für Beschäftigte des LVR entfällt die Kursgebühr

Freiwillige Registrierung

10 Punkte für Pflegende

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Kontakt

LVR-Institut für Versorgungsforschung
c/o LVR-Klinik Köln
Wilhelm-Griesinger-Straße 23
51109 Köln
IVF@lvr.de

LVR-Institut für Forschung und Bildung (IFuB) / Sparte Bildung
Kölner Str. 82 / 30
40764 Langenfeld
astrid.hessel@lvr.de