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Selbstfürsorge in der Psychiatrie

Kurs 69/18

Der berufliche Alltag therapeutischer, beratender und somit helfender Berufe in der Psychiatrie fordert täglich ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz, Organisationsvermögen und Flexibilität. Gleichzeitig steht im Mittelpunkt der beruflichen Arbeit die Beziehung zu Patientinnen und Patienten. Empathie, Offenheit und Zuversicht sind hierbei zentrale Faktoren in der Patient-Therapeut Beziehung. Die therapeutisch-psychiatrische Arbeit kann emotional bewegend, sinngebend und auch psychisch belastend sein: Der ständige Spagat zwischen Organisation und Verwaltung und der gleichzeitigen Konfrontation mit persönlichen Schicksalen kann zu einem starken Stresserleben bei den Profis führen. Profis treffen mit ihrer ganzen Person in dieser personengebundenen Arbeit auch auf Widerstände seitens der Patientinnen und Patienten und werden mit deren symptombezogenen Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung konfrontiert.

Ein Profi kann jedoch nur qualifiziert tätig sein und Hoffnung und Zuversicht vermitteln, Geschichten der Patientinnen und Patienten auf einem „gesunden“ Abstand belassen und nicht „mit nach Hause nehmen“, wenn er/sie selbst psychisch stabil bleibt und dauerhaft einen Weg der eigenen Selbstfürsorge für sich finden kann.

Das Seminar setzt sich zum Ziel, für das Thema Selbstfürsorge speziell in diesem beruflichen Kontext der helfenden Berufe fachlich und persönlich zu sensibilisieren, über Burn-out Phänomene/Symptome und Risikofaktoren sowie Warnsignale zu informieren und den aktiven, multi-professionellen Austausch bezüglich eigener Bewältigungsstrategien zu fördern.

Methode

Kurzvortrag, Diskussion, Gruppenarbeit, Interaktionsübungen, Erfahrungsaustausch

Zielgruppe

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aller Berufsgruppen
(Typ A, s. Hinweise: Platzkontingente)

Referentin

Julia Rittenbruch (drs), Psychologische Psychotherapeutin VT

Organisation

Gudrun Gorski

Termin

03.09.18

Ort

Solingen

Kosten

Kursgebühr € 90,-

Anmeldeschluss

03.07.18

Hinweis

CME: 7 Punkte

Freiwillige Registrierung (8 Punkte für Pflegende)