Zum Inhalt springen

Aktuelle Kunstausstellung

Peter F. Horn Fotografie Porträts « Die beiden Seiten » Ausstellung von April bis Oktober 2021

Schwarzweißporträt einer Frau mit dem "Titel Porträts - Die beiden Seiten"

Nach oben

Peter F. Horn

Fotografie von Herrn Peter Horn vor seinen Bildern
Bild-Großansicht

Unsere derzeitige Ausstellung zeigt eine Porträtserie von dem Fotografen Peter F. Horn, der einen Zeitsprung zurück in die analoge Schwarzweißfotografie auf Filmmaterial unternommen hat. Der in Essen Kettwig arbeitende ehemalige Werbefotograf, Jahrgang 1950, hat in seiner 40-jährigen selbstständigen Tätigkeit alle Facetten der Fotografie in seinem Studioleben durchlaufen. Mit diesem nostalgischen Sprung zurück zu den klassischen Meistern der Porträtfotografie verbeugt er sich gleichzeitig vor ihnen. Wie es zu dem Fotoprojekt gekommen ist erklärt er hier selbst.

Das Fotoprojekt « Die beiden Seiten «

Fotografie von einem der Austellungsräume mit den aufgehangenen Porträts von Peter F. Horn
Bild-Großansicht

Bei dem Projekt handelt es sich um klassische Schwarzweißporträts, wie man sie früher mit der Plattenkamera aufgenommen hat. Es war mir wichtig, in dem heutigen digitalen Zeitalter, den analogen Entstehungsprozess noch einmal zu durchlaufen. Das Fotografieren mit Plattenkameras wurde um 2013 durch ausreichend gute digitale Kameras abgelöst.

Alle Aufnahmen sollten mit nur einer Belichtung pro Bild entstehen, um den einmaligen Moment im Leben der Person festzuhalten. Diese Art der Fotografie entspricht dem Vorgehen der Anfangszeiten der Fotografie mit Plattenkameras. Insbesondere mit sehr großen Plattenkameras wie in diesem Fall mit 8x10 inch Planfilmen (20,3x25,4 cm).

Die beiden Seiten sind erst einmal, ohne Interpretationen, einer ganz einfachen Logik gefolgt. Die Person ist mit leicht schräger Blickrichtung aufgenommen und dann gespiegelt dargestellt. Man sieht rechts das « normale » Bild und links das Spiegelbild der Person. Dadurch entsteht eine formale Symmetrie der Bilder und eine gewisse Ausgewogenheit.

Jedes Gesicht ist aber nicht ganz symmetrisch, was dazu führt, dass es zwei Versionen des eigenen Gesichtes gibt. Das eine ist das, wie uns andere Personen wahrnehmen. Das andere Gesicht ist das, was wir tagtäglich im Spiegel von uns sehen und uns viel vertrauter ist.

Erläuterung zwei Seiten
Bild-Großansicht

Als Vorgabe für die zwei Fotos wurde von mir ein entspannt ruhiger Ausdruck mit geschlossenen Augen und danach ein erwachter Ausdruck mit offenen Augen gefordert. Der Gesichtsausdruck im entspannten und im wachen Zustand wird von der Person selbst bestimmt und mit nur einer Belichtung festgehalten. Auch das ist das Gegenteil heutiger Fotokultur, es gibt auch keine digitalen Eingriffe.

Das Bild der von mir fotografierten Personen ist absolut authentisch. Darum geht es mir.

Mein Dankeschön möchte ich nochmals allen beteiligten Personen sagen, die sich geduldig der Aufnahmeprozedur unterzogen haben. Die Kamera so nah an sich heran zu lassen, erfordert sehr viel Selbstvertrauen. Alle weiteren Interpretationen, die über die Bildbeschreibung hinausgehen, überlasse ich dem Betrachter.

Nach oben