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Beziehungsgestaltung im MRV - Zwischen Nähe und Distanz

Kurs 66/19

Auch im Rahmen der forensischen Behandlung kommt den Fähigkeiten der Mitarbeitenden im Bereich der Kommunikation eine besondere Rolle zu. Psychisch kranke Straftäter*innen weisen sehr häufig gerade im Bereich der Kontakt- und Beziehungsgestaltung tiefreichende Störungen und Defizite auf, hinzu kommen in vielen Fällen schwere, mitunter verstörende Delikte, nicht selten bizarr und fremd wirkende Verhaltensweisen und häufig chronifizierte psychiatrische Krankheitssymptome.

Deshalb ist gerade im Setting der forensischen Psychiatrie eine aktive, den Kontakt und die professionelle Beziehung zu den Patient*innen wollende und beharrlich suchende Haltung der Mitarbeitenden von zentraler Bedeutung. Dies ist zu ergänzen um Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und dem Anderen, viel Toleranz gegenüber Abweichendem bei gleichzeitiger wacher Konfrontations- und Konfliktbereitschaft, Geduld angesichts häufig chronifizierter Störungen und oft sehr langer Verweildauern bei gleichzeitiger Entwicklungs- und Zielorientierung, große Rollenklarheit bei gleichzeitiger Begegnung „als Mensch“ sowie ein möglichst großes kommunikatives Handwerkszeug.

Der Kurs vermittelt in Theorie und Praxis Grundlagenwissen über die Gestaltung von Kontakt, Beziehung und Gespräch im Setting forensischer Behandlung. Dabei werden unterschiedliche Arbeitssituationen ebenso berücksichtigt wie unterschiedliche Kommunikations- und Beziehungsmuster von Patient*innen.

Methoden

Theorieinput, Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch, Diskussion, Übungen

Zielgruppe

Beschäftigte aller Berufsgruppen, die mit Maßregelvollzugspatient*innen arbeiten
(Typ B, s. Hinweise: Platzkontingente)

Leitung

Holger Kemmer und Stefan Jünger

Termin

28.10. – 29.10.19

Ort

Solingen

Kosten

Kursgebühren € 150,-

Anmeldeschluss

30.08.19

Hinweis

Für Beschäftigte des LVR entfällt die Kursgebühr

Freiwillige Registrierung (10 Punkte für Pflegende)

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