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Zwischen Macht und Ohnmacht in der Beziehungsgestaltung mit forensischen Patient*innen und Klient*innen

Kurs 62/19

In der Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten im forensischen Arbeitsfeld und den Patient*innen und Klient*innen treten immer wieder Phänomene auf, die sich hinderlich auf die therapeutische Behandlung und Begleitung auswirken und das ganze Behandlungsteam betreffen und beinflussen können. Dabei verfolgen forensische Instutionen wie Kliniken und Wohneinrichtungen einen gesetzlich definierten Auftrag, der diesen formal und faktisch viel Macht zuspricht. Dies macht sich an unterschiedlichen Stellen des Behandlungsmilieus bemerkbar und führt als Phänomen zum Erleben von Macht und Ohnmacht bei den Beteiligten. Dies betrifft nicht nur das Erleben von Patient*innen und Klient*innen, sondern auch das von Beschäftigen und wirkt sich auf die Gestaltung der professionellen Rolle in sehr unterschiedlichen Facetten aus. Von manchen Expert*innen wird diese Dynamik in der Zusammenarbeit daher auch als „forensisches Gift“ bezeichnet. Im Ergebnis kann diese Dynamik zu einem Teufelskreis führen, der den therapeutischen Auftrag behindert, zu Ärger und Frustration bei den Beteilgten führt und sich u.a. in Machtspielen ausdrücken kann.

Der Kurs vermittelt in Theorie und Praxis Grundlagenwissen über die Funktion von Macht und Verantwortlichkeit in der forensischen Behandlung und Begleitung. Dabei werden unterschiedliche Arbeitssituationen und das persönliche Erleben ebenso berücksichtigt wie unterschiedliche Angebote von Patient*innen und Klient*innen in ungünstige Dynamiken einzustei-gen.

Methoden

Theorieinput, Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch, Diskussion, Übungen

Zielgruppe

Beschäftigte aller Berufsgruppen, die mit Maßregelvollzugspatient*innen arbeiten
(Typ B, s. Hinweise: Platzkontingente)

Leitung

Holger Kemmer, LVR-Akademie

Termin

01.10. – 02.10.19

Ort

Solingen

Kosten

Kursgebühren € 130,-

Anmeldeschluss

02.08.19

Hinweis

Für Beschäftigte des LVR entfällt die Kursgebühr

Freiwillige Registrierung (10 Punkte für Pflegende)

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