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Psychiatrische Pflege und Psychotherapie am Beispiel der Low-Intensity Therapy

Kurs 21/19

Die Frage, ob und wie weit psychiatrische Pflege Psychotherapie beinhaltet, wird bereits seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Wesentliche Faktoren einer heilsamen therapeutischen Interaktion und gleichzeitig allgemeine und verfahrensspezifische Wirkfaktoren der Psychotherapie sind die Gestaltung der therapeutischen Beziehung, Ressourcenaktivierung, Problemaktualisierung, eine Klärung von Bedingungsfaktoren der aktuellen Problemsituation sowie die Unterstützung in der Problembewältigung. Psychiatrische Pflege ist hier wirksam und effektiv.

Die Bezeichnung Low-Intensity Cognitive Behavioral Therapy (LI-CBT) beschreibt Versorgungsangebote, die das Ziel verfolgen, den Zugang zu evidenzbasierten psychologischen Therapien zu verbessern. LI-CBT Interventionen eröffnen die Möglichkeit, psychiatrisch-pflegerisches Handeln um manualisierte, bedarfsorientierte und evidenzbasierte Angebote zu erweitern und somit Versorgungslücken zu schließen. Damit wird auch die Frage nach der Abgrenzung von psychiatrischer Pflege und Psychotherapie erneut beleuchtet.

Im Seminar werden ein Manual zur Low-Intensity Therapy vorgestellt und dessen theoretische Grundlagen besprochen. Den Schwerpunkt des Seminars bildet die Vermittlung der Kompetenzen zur Anwendung des Manuals, dazu werden die einzelnen Module vorgestellt und die Durchführung geübt.

Methoden

Impulsreferate, Gruppenarbeit und Übungen

Zielgruppe

Mitarbeiter*innen im Pflegedienst
(Typ A, s. Hinweise: Platzkontingente)

Referent

Prof. Dr. rer. nat. Pascal Wabnitz, psychologischer Psychotherapeut (VT), Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld

Leitung

Ute Sturm

Termin

20.03. - 22.03.19

Ort

Solingen

Kosten

Kursgebühr € 300,-

Anmeldeschluss

18.01.19

Hinweis

Freiwillige Registrierung (12 Punkte für Pflegende)

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