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Wut-Management – Einführung in ein Trainingsprogramm für Menschen mit geistiger Behinderung

Kurs 51/19

Es ist doch erstaunlich, dass in der Behindertenhilfe so wenig darauf geachtet wird, wie Menschen mit geistiger Behinderung selbst lernen können, mit ihrer Wut und ihren aggressiven Durchbrüchen umzugehen. Wut-Management soll insofern eine Verbesserung dieser Selbstregulation anstoßen und damit auch zu einem persönlichen „Empowerment“ beitragen.

In diesem Trainingsprogramm werden geistig behinderte Menschen in Einzel- oder Gruppensitzungen dazu ermutigt, durchlebte aggressive Krisen angstfrei aufzuarbeiten und Techniken zu erlernen, wie man mit eigenen starken Gefühlen besser zurechtkommen kann. Es beinhaltet kognitiv-behaviouristische Aspekte, soziale Interaktionsübungen, Entspannungs- und Achtsamkeitstraining und das Erstellen von individuellen Krisenplänen.

Das im Kurs vorgestellte Wut-Management-Programm basiert auf dem theoretischen und praktischen Konzept von B. Benson (1986/1994), dem Gruppentraining von Gulbenkoglu & Hagiliassis (2002) und den jahrelangen eigenen Erfahrungen aus der psychiatrischen Arbeit des Referenten.

Neben der Einführung in das Konzept wird die Kurzform eines Wut-Managements in Einzelsitzung vermittelt, erlernt und geübt. Darüber hinaus werden auch einige Einheiten des Pro-gramms für Gruppen (leichte bis mittelgradige geistige Behinderung) vorgestellt.

Methoden

Referate, Fallarbeit, Übungen, Diskussion und Erfahrungsaustausch

Zielgruppe

Beschäftigte im LVR-Klinikverbund und dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen, die mit psychisch kranken und geistig behinderten Menschen arbeiten
(Typ A, s. Hinweise: Platzkontingente)

Referent

Dr. med. Christian Schanze, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Pädagoge (MA), Buchautor

Leitung

Holger Kemmer

Termine

08.07. – 10.07.19

Ort

Solingen

Kosten

Kursgebühr € 290,-

Anmeldeschluss

10.05.19

Hinweis

Freiwillige Registrierung (12 Punkte für Pflegende)

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