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PsyKom

Implementierung und Evaluation eines Modells der personenzentrierten, psychosozialen Komplexbetreuung schwer Betroffener mit psychischen Störungen in der LVR-Klinik Köln

Förderer

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Projektlaufzeit

2017-2020

Mitarbeitende

Dr. Isabelle Reinhardt (operative Projektleitung)
Josephine Heinz (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Das Projekt umfasste die Implementierung und Evaluation eines neuen bedarfsorientierten und personenzentrierten psychosozialen Komplexbetreuungsmodells für schwer psychisch erkrankte Patient*innen in einem Teilbereich der LVR-Klinik Köln.

Im Fokus lag dabei die Versorgung psychisch schwer erkrankter Menschen, bei denen es in der Vergangenheit zu wiederholten unfreiwilligen stationären Aufnahmen gekommen ist, die die vorhandenen psychosozialen Hilfen nicht nutzen und eine eingeschränkte soziale Teilhabe aufweisen. Die Versorgung wurde dabei durch ein multiprofessionelles Komplexbetreuungsteam koordiniert. Dieses Team fungierte als Erweiterung der üblichen ambulanten und stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung der Betroffenen und ermöglicht individuell sowie bedarfsorientierte sektor- und leistungsträgerübergreifende koordinative Leistungen.

Ziel des Modellprojektes war es, die Zwangsaufnahmen der schwer Betroffenen zu verhindern/zu reduzieren, zur Nutzung angebotener psychosozialer Hilfen zu motivieren und ihre soziale Teilhabe zu verbessern. Neben der Implementierung des neuen Versorgungsmodells erfolgte eine wissenschaftliche Evaluation durch das LVR-IVF. Primärer Outcome war die kumulative Anzahl und Dauer der unfreiwilligen stationären Unterbringungen pro Jahr. Darüber hinaus wurden die Betroffenen im Rahmen eines Prä-Post-Vergleichs bei Einschluss in das Modell (t0), nach 12 Monaten (t1) und nach 18 Monaten (t2) mittels Fragebögen zu verschiedenen Themenbereichen befragt. Zudem wurden die Komplexbetreuungs-Fallmanager*innen zu ihren Erwartungen und Erfahrungen mit dem Versorgungsmodell befragt. In einer qualitativen Befragung wurden Betroffene und Versorgende zu möglichen Ressourcen und Barrieren bei der Überleitung von einer Komplexversorgung in die ambulante Regelversorgung befragt.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Projektergebnisse befinden sich derzeit in Vorbereitung.

Publikation

Heinz J, Engemann S, Reinhardt I, et al. Personenzentrierte, psychosoziale Komplexbetreuung – ein Versorgungsmodell mit schwer psychisch Erkrankten im Fokus. Soziale Psychiatrie 2019; 163: 24-26.